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2016 - WETTBEWERB: HTBLVA + FBS Ferlach



Erweiterung der bestehenden Schulen

Städtebauliche Aspekte


Die Erhöhung des Bestandes um ein zusätzliches Geschoss würde einen Bruch in der Höhenentwicklung der umgebenden Bebauung generieren und damit die Maßstäblichkeit des Ortes stark verändern! Die FBS als eigenständische Schule soll auch als solche nach außen hin in Erscheinung treten und funktionell auf kurzen Wegen erschlossen werden.

Baukünstlerische Aspekte:


Der neue freigestellte-, kompakte Baukörper folgt in seiner dynamischen Form den bestehenden Bauplatzgrenzen. Er wird über ein neues Stiegenhauselement an die bestehende Schule barrierefrei angedockt! Er soll durch seine gerundete Form und seine Materialität eine gewisse Eigenständigkeit aufweisen, aber durch seine Höhenentwicklung und seine horizontale Bänderung auch die Bestandskonzeption mitaufnehmen.

Funktionale Aspekte


Die Erschließungszonen werden durch ein Atrium belichtet. Der Baukörper weicht im Dachgeschoss zurück und bildet eine großzügige Pausenterrasse, die auch direkt vom Festsaal und dem Pausenbereich erschlossen werden kann. Sie eignet sich somit bestens für Schulfeste oder Abschlussfeiern. Die teilweise überdachte Terrasse kann auch als Freiluftklasse genutzt werden. Der Gebäudeabstand zum Bestand wird für die Anlieferung der Werkstätten genutzt! Der neue Baukörper kann einerseits zentral vom Hauptgebäude, oder aber auch vom Parkplatz kommend, durch das nordwestliche und östliche STH erschlossen werden.


Die Konzeption eines eigenständigen Baukörpers anstatt einer Aufstockung und Erweiterung des Bestandes wurde neben den städtebaulichen Aspekten aus folgenden Überlegungen gewählt:


  1. -auf die funktionellen Einschränkungen wie z.B. den Nachbarabstand im Süden, vorgegebene statische Raster,

  bestehende Stiegenhäuser sowie haustechnische und fördertechnische Anlagen muss keine Rücksicht genommen

  werden!

  1. -mehr Zusatzangebote wie z.B. eine attraktive Schulterrasse mit Panoramablick und großzügige Pausenzonen können

  geschaffen werden!

- klare funktionelle Trennung der beiden Schulen!

  1. -Eine Aufstockung während des Unterrichts bedingt eine gravierende Störung durch Baulärm und verursacht

  zusätzliche Kosten für statische, sicherheitstechnische, haustechnische und organisatorische Maßnahmen!

- die Schule kann unabhängig vom Schulbetrieb der HTBLVA errichtet werden.

  1. -der Schulbetrieb in der FBS kann durch Einführung von Bauabschnitten mit vorübergehendem Erhalt des

  Bestandsgebäudes provisorisch aufrechterhalten werden!


Innere Organisation:


Es wurde auf eine klare Anordnung und Organisation der beiden Schultypen geachtet. Eine gewünschte Durchmischung der Schule erfolgt über die Pausen- bzw. über die gemeinsam genutzten Werkstätten- und Unterrichtsbereiche. Die Werkstätten und die ihnen zugeordnete Bereiche befinden sich wie auch im Bestand im UG bzw. EG und weisen eine erhöhte Raumhöhe auf! Die Klassen- bzw. Fachräume befinden sich im 1. OG und DG. Der Innenhof wird durch eine Rampe im Norden erschlossen! Das neue verbindende Stiegenhaus wird nahezu an der alten Stelle neu errichtet. Durch Rampen kann der Neubau an den Bestand barrierefrei angeschlossen werden. Im UG befindet sich ein Plattformlift, der die unterschiedlichen Höhenlagen ausgleicht! Ein neuer Lift ist somit durch den Neubau nicht erforderlich!

Ökonomische und Ökologische Aspekte


  1. -Kompakter Baukörper, einfache Bauweise in STB- Massivbau mit „low- tech“- Betrieb durch Bauteilaktivierung von

  Boden-Wand-Decke.

  1. -Solare Gewinne durch Kollektoren am Dach- zeitgesteuerte Zentrallüftung mit Wärmerückgewinnung im

  Kaskadenprinzip für allgemeine Räume und Verkehrsflächen.

- Nachtkühlung über Lüftungsanlage

- dezentrale Klassenlüftung mit Wärmerückgewinnung CO2 gesteuert.

- Energiemanagement zur effektiven Nutzung und Regelung der Energie

- optimierter Lichteinfall in den Aufenthaltsräumen

- Hohe Dämmwerte der Gebäudehülle

- Ausgleich der Bodenversiegelung durch nutzbare Dachbegrünung

- Regenwassernutzung

- Fernwärmeversorgung

Fassadengestaltung


Gliederung der Fassade in ein massives Sockelgeschoss und in ein metallisches Obergeschoss. Eine horizontale Bänderung der Holz- Alu Fensterelemente stellt ein weiteres Gliederungselement dar und übernimmt den Gestaltungsansatz des Bestandes.


Das gedämmte Sockelgeschoss wird mit einer groben Putzstruktur ausgeführt.

Das Obergeschoss wird mit einer gedämmten und hinterlüfteten Vorhangfassade mit einer zum Schulbetrieb passenden Metallfassade und einer galvanischen Oberfläche (z.B.: aus eloxiertem Aluminium), in teilweise gebogener Form ausgeführt.